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Asfinag: Neue Mautstelle Bosruck ist die dritte „Mautstelle der Zukunft“ der ASFINAG

Neue Mautstelle Bosruck ist die dritte „Mautstelle der Zukunft“ der ASFINAG

Nach etwas mehr als eineinhalb Jahren Bauzeit ist der Neubau der Mautstelle Bosruck auf der A 9 Pyhrnautobahn abgeschlossen. Sowohl die so genannte Mautspange als auch das neue Mautgebäude konnten plangemäß in Betrieb genommen werden.

Die Mautstelle Bosruck ist damit nach der beim Gleinalmtunnel und jener in St. Jakob in Tirol beim Arlbergtunnel die dritte „Mautstelle der Zukunft“ der ASFINAG. In den kommenden Jahren werden auch die weiteren Mautstellen (Karawanken, Tauern und Schönberg auf der A 13 Brennerautobahn) in einem einheitlichen Design und mit Fokus auf Nachhaltigkeit und erneuerbare Energien neu errichtet.

Seit 1983 ist die Mautstelle beim Bosrucktunnel die Anlaufstelle für täglich bis zu 40.000 Fahrzeuge. Nach so vielen Jahren waren Technik und Infrastruktur veraltet und mussten erneuert werden. Seit September 2024 wurde die Mautstelle von Grund auf neu errichtet und ganz im Sinne der Nachhaltigkeitsstrategie der ASFINAG auch zu einem Vorzeigeprojekt in Sachen nachhaltiges Bauen. Der wesentlichste Baustoff ist Holz, Photovoltaik versorgt den Standort mit grünem Strom, geheizt wird der gesamte Standort künftig über ein Biomasse-Kraftwerk.

Basis für das neue Design war ein Architektenwettbewerb für alle Mautstellen in Österreich. Klarerweise wurde nicht nur auf die Optik Wert gelegt: Die Mautstelle Bosruck bietet den Mitarbeitenden ab sofort ein modernes, angenehmes Arbeitsumfeld, die technischen Anlagen sind auf den neuesten Stand und für die Kundinnen und Kunden bringt der Neubau ein deutlich besseres Service.

Wichtig: Unter anderem konnten mehr und breitere Fahrspuren (und zwar von 3,20 auf nunmehr 3,50 Meter) errichtet werden. 

Nachhaltig, klimaneutral und moderne Arbeitsplätze

Ziel dieser Investition war es, Mautstellen und Arbeitsplätze entsprechend der ASFINAG-Nachhaltigkeitsstrategie fit für die Zukunft zu machen. Die wesentlichen Neuerungen bei den beiden Mautstellen sind:

  • Neubau Gleinalm und Aufstockung Bosruck wurden als Niedrigenergie-Gebäude ausgeführt, Holz ist der wesentliche Baustoff
  • Beide Mautstellen haben eine Photovoltaikanlage, die den Eigenbedarf deckt (136 beziehungsweise 96 kWp)
  • Die Mautkabinen sind jetzt energie- und schalloptimiert 
  • Raus aus dem Öl: Das Gebäude beim Gleinalm wird über eine Luft-Wärme-Pumpe, jenes beim Bosruck über ein Biomasseheizwerk (Baubeginn 2027) mit Wärme versorgt
  • Die Dachkonstruktionen der neuen Mautspangen sind in Holzbauweise errichtet, beim Bosruck ist auch die Fassade des aufgestockten Bürogebäudes in Holz ausgeführt
  • Die Stahlkonstruktion des Provisoriums ist als „Baukastensystem“ geplant. Sie wird mehrmals zerlegt und wieder aufgebaut. Der nächste „Einsatzort“ ist beim Neubau der Mautstelle St. Michael auf der Tauernautobahn.
  • Bereits bei der Ausschreibung wurde auf ökologische und soziale Qualitätskriterien besonders großer Wert gelegt: Zertifizierungen in den Bereichen Ökologie- und Umweltstandards sowie Beschäftigung von Lehrlingen wurden zusätzlich positiv bewertet.


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